„Generation Corona?“ Führung und Umgang mit der Generation Z in der „neuen“ Arbeitswelt

Die Generation Z, eine Generation ganz anders als bisher bekannt. Wie geht diese Generation mit unvorhergesehenen Ereignissen um und was gibt es in dieser neuen Situation auch in Bezug auf andere Generationen in der Arbeitswelt zu beachten.

Mittwoch, 25. November 2020, 11:45 - 13:00 Uhr

Ziel des Vortrages:

Ziel des Praxisforums ist es, ein Verständnis für verschiedene Generationen im Arbeitsalltag, mit Blick auf gegenwärtige und auch zukünftige coronabedingte Veränderungen, zu entwickeln, um effizienter und harmonischer zusammen zu arbeiten und das Handeln Personen anderer Generationen zu verstehen.

Durch Corona kommt es zu einem Einschnitt im gesellschaftlichen Leben, mit entsprechenden Auswirkungen auf den Arbeitsalltag. Mit Fokus auf die Generation Z sollen Hinweise und Zukunftsaussichten diskutiert werden.

Im Ausbildungsalltag stößt man oft auf Konflikte die auf Basis einer falschen Erwartungshaltung, fehlender Kommunikation oder Unverständnis basieren. Erstaunlicherweise findet man diese Probleme oft auf beiden Seiten des Konflikts (Ausbilder und Auszubildende).

Somit ist es wichtig sich zu Beginn selbst zu reflektieren und zu verstehen, woher die eigenen Werte stammen, wie man erzogen wurde und was im Arbeitsalltag, aufgrund der eigenen Prägung, wichtig ist. Ziel sollte hierbei sein eine gewisse Sensibilisierung zu erhalten und die eigene Erwartungshaltung an junge Menschen anzupassen oder als Einstieg, zu verstehen.

Durch Corona kommt es zu Veränderungen und Einschnitte für alle Generationen. Es gibt jedoch unterschiedliche Umgangsweisen und daraus entstehende Handlungen, die von Generation zu Generation sehr unterschiedlich sind. Ziel wird es sein, diese Unterschiede zu betrachten und zu überlegen, ob die jetzige Generation nicht kurz vor einem Namenswechsel zur „Generation Corona“ steht.

Was heißt das für das tägliche Führung von jungen Menschen im Ausbildungsalltag und gibt es Merkmale, die coronabedingt komplett anders sind als vor der Pandemie? Auch die Bedeutung der generationenübergreifenden Zusammenarbeit in Zeiten von Corona wird diskutiert.

Auszubildende müssen trotz allem geführt und ausgebildet werden, weshalb praktische Tipps im alltäglichen Arbeiten aus dem Homeoffice über Videokonferenz oder mit Abstand beleuchtet werden.

Inhalt & Details:

Ein noch nie da gewesenes, generationen-, gesellschafts- und länderübergreifendes Ereignis mit weitreichenden Folgen, teilweise so weitreichend, dass diese noch nicht absehbar sind, hat uns alle getroffen und zeigt wie unterschiedlich Generationen im Alltag und beruflich reagieren.

Was bedeutet dieser Einschnitt für unsere Arbeitswelt und die verschiedenen Generationen die gemeinsam arbeiten? Homeoffice und Videokonferenzen, vermeintlich genau das, was die Digital Natives mit ausgeprägten Drang nach Freizeit möchten, führen zu einigen, recht unerwarteten Hürden, die es zu überwinden gilt. Netflix im Homeoffice? Einfach mal während einem Videocall das Mittagessen vorbereiten? Nichts Ungewöhnliches.

„Corona Who?“ Ein Hashtag in öffentlichen Netzwerken der zum Ausdruck bringt, dass gerade die junge Generation recht unbekümmert Partys feiert und keinen Abstand hält. Eine Generation, die so offenkundig anders tickt, führt nicht selten zu Fragezeichen und Unverständnis.

Der erste Schritt, ist zu verstehen, warum der innere Werte-Kompass und die draus entstehenden Handlungen bei Menschen anderer Generationen, unterschiedlich sind.

Die Antworten und Gründe dazu, findet man häufig in den Elterngenerationen. Wie wurde man erzogen, wie war die damalige Zeit, was für Werte waren zu dieser Zeit wichtig, was gab es für einschneidende, historische Begebenheiten, die mich bis heute in meinem Tun und Handeln prägen?

Nun kommt es zu einem Ereignis welches nicht nur eine Generation prägt, sondern alle Generationen. Kann es sein, dass wir in 25 Jahren die jetzige Generation Z, Generation Corona nennen werden? Wann prägt mich ein Ereignis so tiefgreifend, dass sich meine Grundwerte entsprechend anpassen? Und wie sehen diese Werte dann aus?

Ein Ausblick der interessant ist, jedoch gilt es die jungen Menschen jetzt zu führen und entsprechendes Wissen über sie anwenden zu können. Was die Krise mit den einzelnen Generationen macht und wie man daraus entsprechende Vorteile für die eigene Führung von Dualen Studenten und Auszubildenden (als Ausbildungsleiter) ziehen kann, gilt es zu beantworten.

Ein Beispielmerkmal, welches die Generation Z (übrigens auch schon vor Corona) sehr deutlich von anderen Generationen unterscheidet, ist das Thema Feedback. Generationen, die mit der Prämisse „nicht geschimpft ist Lob genug“ erzogen wurden, treffen auf eine Generation, die von Likes und positiver Rückmeldung lebt. Hier spricht man vom klassischen „Generationenclash“. Dieser Feedback-Faktor wird durch Homeoffice und weniger Präsenzzeit entsprechend verstärkt, weshalb die Handlungsempfehlung heute umso wichtiger ist. Regelmäßiges, strukturiertes Feedback, gerne auch über einen Videocall, mit exakt den selben Verhaltensregeln wie in einem Face-to-Face Gespräch, in dem sicherlich kein Azubi auf die Idee kommen würde das Mittagessen vorzubereiten.

Welche Merkmale dieser Generation sich in der „neuen“ Arbeitswelt verändert haben, womöglich gleichgeblieben sind oder sich in Quarantäne extrem verstärkt haben sowie ein Ausblick, Praxistipps und die Überlegung ob die Generation Z wohl eher die Generation Corona sein wird, werden im Praxisforum diskutiert.

  • Zum Konzept der Generationen: Babyboomer, X, Y, Z was sie trennt und verbindet, was sie voneinander lernen können
  • Corona – ein generationenübergreifendes Ereignis
  • Veränderungen in der Arbeitswelt – ein Ausblick
  • Veränderte Anforderungen der Generation Z an die Arbeitswelt
  • Spezielle Merkmale der Generation Z - Tipps zur Führung im Alltag mit Corona
  • Generationenübergreifende Zusammenarbeit - Was heißt das?

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Die Referentin

Hannah Viktoria Kreuder

Hannah Kreuder ist bei der INFO GmbH - Institut für Organisationen, einer Personal- und Organisationsentwicklung, als Beraterin tätig. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der Eignungsdiagnostik und der Personalentwicklung. Sie berät den Einsatz von Multimodalen Interviewverfahren, Assessment Centern, onlinebasierten Testverfahren sowie gesamten Prozessoptimierungen. Sie gehört selbst zur Generation Y und kann somit aus einer anderen Perspektive über generationenübergreifende Zusammenarbeit sprechen und schulen.

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